Donnerstag, Februar 14, 2013

Anonyme Mail zum Thema Nebenwirkungen
Hinweise auf nicht akzeptable krankhafte Libido-Entwicklung

Anonyme Mail vom 14.04.2013 an die Redaktion des Blogs chronischLEBEN. Vieles deutet auf ein Fake hin - das angesprochene Problem ist allerdings existent. Einzelheiten, die in einem öffentlichen Blogs nichts zu suchen haben, wurden von der Redaktrion geschwärzt.
Anonyme Schreiben werden imBlog chronischLEBEN durchaus gelegentlich veröffentlicht - als Kommentare zu Berichten des Blogs. Heute fand sich allerdings eine anonymisierte Mail im Postfach der Redaktion (redaktion@chronisch-leben.de), die ich nicht ungekürzt veröffentlichen werde. Das in der Mail angesprochene Problem der möglichen Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten un doperativen Eingriffen ist allerdings - jenseits des mitmaßlichen Mail-Fakes - existent.

Sachlich geht es um die Berichterstattung von cL über mögliche Nebenwirkungen von Dopaminagonisten, L-Dopa und Tiefe Hirnstimulation (THS) in der Parkinson-Therapie.

Die oder der anonyme Autor/in beschreibt sich in der Mail als eines der Opfer von des Agonisten Ropinirol (Handelsname "Requib") sowie des Goldstandard-Parkinsonmedikaments Levodopa. Er schildert die Entwicklung einer Impulskontrollstörungen in Form der Hypersexualität (krankhaft übersteigerte Libido). Diese Nebenwirkung tritt relativ häufig bei der genannten Medikation auf und wurde lange Zeit von Pharmafirmen, Ärzten und auch Betroffenen in Foren verharmlost.

Der anonymisierte Erfahrungsbericht in der Mail an die cL-Redaktion bestätigt diese möglichen Nebenwirkungen. Allerdings geht der/die Schreiber/in weiter: Er oder sie bezichtigt sich in der Mail der Entwicklung strafbarer sexueller Neigungen.

Einem anonymen Schreiben ist es nicht anzusehen, ob es authentisch ist oder ein sogenannter "Fake" - aus welchem Grund auch immer. Der hier nur angedeutete Inhalt überschreitet die Möglichkeiten und Grenzen eines öffentlichen Blogs deutlich. Als verantwortlicher Herausgeber und Redakteur kann und werde ich solche Passagen nicht veröffentlichen - zumal das anonyme Schreiben auch noch mit dem Vornamen eines Parkinsonkranken unterzeichnet ist, der vielen Blog-und Forumleserinnen und -Lesern bekannt ist.

Mein öffentlicher Rat (nicht nur) an den/die Schreiberin der anonymen Mail: Wer gefährliche Nebenwirkungen von Medikamenten erleidet, sollte sich in erster Linie mit einem erfahrenen Arzt in Verbindung setzen und nach anderen therapeutischen Möglichkeiten suchen (z.B. Wechsel des Medikaments). In vielen Fällen ist auch eine Psychotherapie angeraten.

Sollten durch Nebenwirkungen Dritte (mit)betroffen sein, muss gemeinsam mit einem Arzt auch die Möglichkeit einer Selbstanzeige ernsthaft erwogen werden. Die/der anonyme Schreiber der Mail deutet das in seinem Schreiben übrigens an.

Norbert Jos Maas

siehe auch chronischLEBEN-Bericht und -kommentar:
Bundesinstitut zwingt Pharmas und Ärzte zu mehr Information: Offizielle Warnung vor Hypersexualität, Spiel- und Kaufsucht durch Parkinsonmedikamente


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